Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) übergibt Fördermittelbescheid an Wissenschaftler der TU Bergakademie Freiberg und Anlagenbauer der Chemieanlagenbau Chemnitz GmbH: „Die erfolgreiche Umsetzung dieser Technologie wird Sachsen als Forschungs- und Produktionsstandort weiter stärken und Arbeitsplätze schaffen. Ich bin mir sicher, dass der Kraftstoff der Zukunft „Syngas To Fuel“ gerade für umweltschonende und vor allem energiesparende Fahrzeuge ein Muss sein wird.
Monthly Archives: November 2008
Hochwasserentlastungsstollen an der Talsperre Klingenberg in Betrieb
Nach dreieinhalb Jahren Bauzeit hat Umweltminister Frank Kupfer heute (27. November 2008) den Hochwasserentlastungsstollen an der Talsperre Klingenberg freigegeben. „Mit der Inbetriebnahme des Stollens kann nun die „heiße“ Phase der Sanierung an der Talsperre beginnen“, so Kupfer. Für die grundlegende Instandsetzung der einhundert Jahre alten Staumauer muss die Talsperre entleert werden. Damit die Trinkwasserversorgung des Großraums Dresden auch während dieser Zeit sichergestellt ist, hat die Landestalsperrenverwaltung (LTV) ein System zur Ersatzwasserversorgung aufgebaut. Ein Überleitungssystem bringt Wasser von der Talsperre Rauschenbach bis zum Hochwasserentlastungsstollen der Talsperre Klingenberg. Die so bereitgestellte Menge reicht aus, um das Wasserwerk Klingenberg zu beliefern. Für die Versorgung der Landeshauptstadt Dresden wird in der Vorsperre das Wasser der Wilden Weißeritz angestaut. Durch den Hochwasserentlastungsstollen wird das Rohwasser aus der Vorsperre um die später entleerte Talsperre herumgeführt und am Fuß der Staumauer an die beiden Versorgungsunternehmen (DREWAG, Wasserversorgung Weißeritzgruppe) übergeben. Bis Ende 2012 sollen die Sanierungsarbeiten abgeschlossen und die Betriebsbereitschaft der Talsperre wieder hergestellt werden. Die neue Vorsperre und der Hochwasserentlastungsstollen verbessern dann die Hochwasserschutzwirkung und die Bewirtschaftungsmöglichkeiten der Talsperre. Rund 64 Millionen Euro müssen investiert werden, um die Talsperre für weitere 80 bis 100 Jahre nutzen zu können. „Sachsens größter Talsperrenbetreiber, die LTV, hat für solche Projekte das nötige Know How und nutzt Synergieeffekte“, lobte Kupfer. Damit könne auch weiterhin eine stabile Trinkwasserversorgung für die Region garantiert werden. Hintergrundinformationen zur Talsperre Klingenberg: • Die Talsperre Klingenberg ist eine Trinkwassertalsperre im Erzgebirge südwestlich von Dresden. • Sie sichert 60 % des Wasserbedarfes der Stadt Dresden und fast vollständig den Bedarf des Trinkwasserzweckverbandes Weißeritzgruppe mit der Stadt Freital. • Die Bruchsteinmauer mit gekrümmter Achse wurde zwischen 1908 und 1914 erbaut. • Die Talsperre Klingenberg bildet mit der in den Jahren 1926 – 1931 errichteten Talsperre Lehnmühle das Talsperrensystem Klingenberg/Lehnmühle. • Die Talsperre Klingenberg dient neben der Rohwasserbereitstellung dem Hochwasserrückhalt und der Niedrigwasseraufhöhung. • Mit einer Überleitung aus dem Talsperrensystem Rauschenbach/Lichtenberg kann seit 2004 Rohwasser bis zur Vorsperre Klingenberg geleitet werden. • Die Talsperre Klingenberg steht heute unter Denkmalschutz. Ablauf der Sanierung: • 1996: Erste Voruntersuchungen für die Planung der Talsperrensanierung • 2002: Augustflut beschädigte den Hochwasserüberlauf an der Sperrmauer in Klingenberg, die Sanierungsplanung wird noch einmal überarbeitet • 2005: Beginn der Arbeiten für den Tunnel; Erneuerung der Vorsperre, die 2002 beschädigt worden ist • 2009: Entleerung der Hauptsperre und Sanierung der Hauptsperrmauer
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Forstminister Kupfer eröffnet Weihnachtsbaumsaison 2008
Die Suche nach dem Schönsten ganz in Familie ist der erste große Höhepunkt in der Vorweihnachtszeit. Die Nadeln mancher Exemplare duften aromatisch. Kinderaugen leuchten bei seinem Anblick: Der echte Weihnachtsbaum aus Sachsen ist für diejenigen ein Muss, welche das Weihnachtsfest natürlich und traditionell begehen möchten. Forstminister Frank Kupfer wird gemeinsam mit Kindern aus Eilenburg und Naundorf und der sächsischen Waldkönigin die ersten Weihnachtsbäume aus heimischen Anbau aussuchen. Wir laden Sie herzlich ein zur „Eröffnung der Weihnachtsbaumsaison 2008“ am Donnerstag, den 04. Dezember, um 11.30 Uhr nach Naundorf im Lkr. Nordsachsen. Treffpunkt: Weihnachtsbaumfläche am Waldgebiet „Kämmereiforst“– Bahnhofstraße in 04838 Zschepplin OT Naundorf, Verbindungsstraße zwischen Naundorf und Pressen (eine Anfahrtsskizze ist in der Pressestelle des Staatsbetriebes Sachenforst unter der Rufnummer: 03501/542 166 erhältlich) Für Lagerfeuer, Jagdhornklänge und gastronomische Verpflegung ist gesorgt. Mit freundlichen Grüßen Frank Meyer Pressesprecher SMUL
Teile der historischen Albertstadt werden für die Polizei umgebaut
Auf dem ehemaligen Kasernengelände entlang der Stauffenbergallee 16 bis 22 laufen unter Projektleitung des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) die Umbau- und Sanierungsarbeiten für die Polizei. Nachdem in den vergangenen Jahren bereits Entkernungen sowie Maßnahmen zur Bestandssicherung an Dächern, Fassaden sowie den Innenbereichen der Gebäude vorgenommen wurden, haben nun die Rohbau- und Ausbauarbeiten an den Häusern 18 und 20 – 22 be-gonnen. Am Standort werden in Zukunft die Polizeidirektion Oberes Elbtal-Osterzgebirge sowie die Autobahn- und Bereitschaftspolizei konzentriert. Für die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen an den Gebäuden Stauffenbergallee 18 und 20 – 22, die Mitte 2010 abgeschlossen sein werden, investiert der Freistaat Sachsen 20,4 Millionen Euro. Hauptbestandteil der Maßnahme ist die Sanierung des Gebäudes für die Polizeidirektion Oberes Elbtal-Osterzgebirge (Stauffenbergallee 20 – 22). Hier sind Büro- und Schulungsräume, das Führungs- und Lagezentrum, die Kriminaltechnik, Labore sowie Technikräume geplant. Für das Autobahnpolizeirevier wird Haus 18 saniert. Später folgen gemeinsam genutzte Werkstätten und Garagen, eine Kantine sowie eine zentrale Pforte für das Gesamtareal. Im Zusammenhang mit der Baumaßnahme werden ebenso die Zufahrt und die Außenanlagen neu gestaltet. Sämtliche Baumaßnahmen wurden mit dem Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt. Die historische Farbe der Fassaden wird weitgehend wiederhergestellt. Die Albertstadt zählt zu einer der größten zusammenhängenden Kasernenanlagen Deutschlands. Die Gebäude an der Stauffenbergallee waren Bestandteil dieser Anlage.
Neue Stiftung führt Wilhelm-Ostwald-Gedenkstätte in Großbothen weiter
Die Wilhelm-Ostwald-Gedenkstätte (WOG) in Großbothen (Landkreis Leipzig), die bisher im Besitz des Freistaates Sachsen ist, wird künftig von der neuen, rechtsfähigen, gemeinnützigen “Gerda und Klaus Tschira Stiftung i. Gr.” (GKTS) weitergeführt. Die Stiftung wird zum 1. Januar 2009 die Liegenschaft vom Freistaat Sachsen erwerben. Dem hat der Finanzausschuss des Landtags auf Vorschlag von Finanzminister Prof. Dr. Georg Unland heute mit überwältigender Mehrheit ohne Gegenstimmen zugestimmt. Finanzminister Unland: „Die Aktivitäten der Gerda und Klaus Tschira Stiftung sind ein herausragendes Beispiel für privates Engagement in den Wissenschaften. Ich freue mich sehr, dass damit ein Träger gefunden wurde, der die Gedenkstätte im Sinne Wilhelm Ostwalds weiterführen wird. Die Stiftung wird nicht nur das Gedenken an den Leipziger Chemie-Nobelpreisträger pflegen, sondern vor allem auch jungen Menschen den Zugang zu den Naturwissenschaften eröffnen. Dem großzügigen Einsatz der Stifter ist es zu verdanken, dass in Großbothen ein Leuchtturm der Wissenschaftsvermittlung entstehen wird.“ Klaus Tschira habe sich durch vielfältige Initiativen um die Vermittlung naturwissenschaftlichen Denkens in der Öffentlichkeit verdient gemacht. Gerade bei Kindern und Jugendlichen müsse durch neue Wege der Wissensvermittlung Verständnis und Interesse für die Wissenschaften geweckt werden, erklärte Unland. Die Wilhelm-Ostwald-Gedenkstätte wurde bisher u.a. als Museum und Tagungsstätte genutzt. Wie diese Nutzung in Zukunft erweitert wird und welche Projekte der neue Träger plant, werden die Stiftung und das sächsische Finanzministerium auf einer gemeinsamen Veranstaltung am 17.12.08 in Großbothen erläutern. Dazu erfolgt rechtzeitig eine gesonderte Einladung. Hintergrund: Der Physiko-Chemiker Wilhelm Ostwald (2.11.1853 in Riga – 4.4.1932 in Leipzig) gilt als Vater der Katalyse. Ostwald lehrte und forschte an der Leipziger Universität. 1909 erhielt er den Nobelpreis in Chemie. Darüber hinaus ist er als Maler und Namenspatron des ‘Ostwaldschen Farbenkreises’ bekannt. Im Wilhelm- Ostwald-Museum auf dem Gelände der WOG wird sein wissenschaftliches und künstlerisches Lebenswerk dargestellt. Gerda Tschira betreibt das von ihr gegründete Carl Bosch Museum Heidelberg. Ihre vielfältige Erfahrung in der Ausstattung und dem Betrieb eines naturwissenschaftlich-technischen Museums wird sie in die künftige Ausgestaltung des Wilhelm-Ostwald-Museums einbringen. Klaus Tschira gründete 1995 in Heidelberg die Klaus Tschira Stiftung gGmbH (KTS), eine der größten privatrechtlichen, gemeinnützigen Stiftungen. Die KTS fördert Naturwissenschaften, Informatik und Mathematik in Forschung und Lehre sowie die Wertschätzung dieser Disziplinen in der Öffentlichkeit.
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Sachsens Regierung aktiv in der Auseinandersetzung mit dem Extremismus
Die Sächsische Staatsregierung führt eine offensive Auseinandersetzung mit dem politischen Extremismus. Bereits in der Präambel der Koalitionsvereinbarung haben sich die sächsischen Regierungsparteien dazu bekannt, politischem Extremismus mit Entschlossenheit zu begegnen. Innenminister Albrecht Buttolo: „Für Feinde der Demokratie kann es keine Toleranz geben. Wir dürfen es nicht zulassen, dass sich die Gegner der freiheitlich-demokratischen Grundordnung in der Mitte unserer Gesellschaft breitmachen. Ohne Abstriche gilt es, unsere Gesetze konsequent durchzusetzen, die politische Auseinandersetzung mit dem Extremismus zu führen und die demokratische Kultur zu stärken.“ Jüngste Gelegenheit zu einer Zwischenbilanz bot eine Große Anfrage des Landtages zum „Rechtsextremismus in Sachsen“. Die Antwort zeigt neben einer differenzierten Lagedarstellung die Vielfalt der Projekte auf, mit denen die einzelnen Ressorts an der Erreichung dieses strategischen Ziels der Staatsregierung beteiligt sind. Mit dem Programm „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ (WOS), unterstützt die Sächsische Staatsregierung seit 2005 Projekte von Vereinen, Verbänden, Kommunen und Initiativen, die dazu beitragen,demokratische Werte und Handlungskompetenzen zu fördern und Extremismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit abzubauen. Insgesamt wurden von 2005 bis 2008 über 330 Projekte gefördert. Das Programm ist mit jährlich 2 Millionen Euro ausgestattet. In der Zuständigkeit des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales (SMS) wird neben anderen Projekten das Bundesprogramm „Kompetent. Für Demokratie“ umgesetzt. Der Freistaat beteiligt sich hier 2008 mit ca. 250 T€ aus dem Programm WOS. Weiterhin unterstützt das SMS das Landesprogramm „Demokratisches Sachsen“ der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), mit dem Projekte zur Demokratieerziehung entwickelt werden. Das SMS beteiligt sich mit jährlich 150 T€. Das Sächsische Staatsministerium der Justiz stellt den Schulen landesweit 63 Richter und Staatsanwälte für den Rechtskundeunterricht zur Verfügung. Dabei geht es um die Themenschwerpunkte Extremismus, Zivilcourage und wehrhafte Demokratie. Jede Schule hat „ihren“ Staatsanwalt oder Richter für Rechtskundeunterricht in der Nähe. Sie geben dem Rechtsstaat ein Gesicht. Der Rechtskundeunterricht soll Kinder und Jugendliche ganz konkret über den Rechtsstaat informieren und gleichzeitig über extremistische Gefahren aufklären. Darüber hinaus hat das Justizministerium ein landesweites Netz von Staatsanwälten als Ansprechpartner aufgebaut, an die sich Lehrer, Eltern und Schüler bei Problemen im Umgang mit Extremismus wenden können. Das Sächsische Staatsministerium für Kultus ist intensiv in der Extremismusprävention engagiert. Mit dem Projekt „Demokratie gemeinsam lernen – Kommunikationsmanagement Schule gegen Extremismus“ – finanziert aus dem Programm WOS – werden Kinder und Jugendliche schon frühzeitig befähigt, extremistische Einstellungen und Erscheinungsformen zu erkennen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Im Zuständigkeitsbereich des Sächsischen Staatsministeriums des Innern gibt es eine Reihe von Maßnahmen gegen den Rechtsextremismus. Die sächsische Polizei verfügt über ein breit gefächertes Bündel aufeinander abgestimmter Maßnahmen zur frühzeitigen Abwehr und effektiven Aufklärung politisch motivierter Straftaten. Die seit Jahren erfolgreich arbeitende Soko Rex (Sonderkommission Rechtsextremismus) wurde personell aufgestockt. Damit ist die konsequente Verfolgung und schnelle Aufklärung von rechtsextremistischen Straftaten gewährleistet. Eine weitere Antwort auf das verstärkte öffentliche Auftreten der rechtsextremistischen Szene sind die Mobilen Einsatz- und Fahndungsgruppen (MEFG), die seit Ende 2007 wieder einheitlich im Freistaat Sachsen präsent sind. Mit verschärften Kontrollen an relevanten Treffpunkten soll der Verfolgungsdruck auf die rechtsextremistische Szene so erhöht werden, dass sie die Lust an solchen Treffen verliert. Dadurch werden Störungen und Straftaten von vornherein verhindert. Noch bis Ende des Jahres wir ein neues Mobiles Einsatzkommando (MEK) im Bereich Staatsschutz gebildet. Schwerpunkt ist die Bekämpfung von Terrorismus und Extremismus. Das Landesamt für Verfassungsschutz Sachsen führt im Rahmen seiner Öffentlichkeitsarbeit vielfältige Maßnahmen durch. Es unterrichtete beispielsweise in 76 Vorträgen im Jahr 2007 an Schulen und in Fortbildungsveranstaltungen für Pädagogen regelmäßig über die rechtsextremistische Szene. Zusammen mit dem Verfassungsschutz Brandenburg wurde ein gemeinsames Lagebild vorgelegt und eine Broschüre als Handreichung für die Kommunen erarbeitet.
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Wieder Lerncamps für versetzungsgefährdete Schüler
Auch in diesem Schuljahr wird es in Sachsen während der Winterferien Lerncamps für versetzungsgefährdete Schüler der 8. Klassen geben. Derzeit laufen die Auswahlverfahren für die 250 Plätze. “Wir wollen den Schülern auf die Sprünge helfen, deren Versetzung derzeit akut gefährdet ist”, so Kultusminister Roland Wöller. Jede Chance müsse genutzt werden, um die Jungen und Mädchen zu motivieren und um ihnen Erfolgserlebnisse zu verschaffen. Bis zum 3. Dezember können sich Schüler über ihre Schule bewerben. Nach Aussage des Kultusministers ist die Anzahl der Plätze im Vergleich zum vorigen Schuljahr verdoppelt worden. “Die Erfolgsquote betrug über 80 Prozent. Das hat uns ermutigt, das Projekt wachsen zu lassen”, so Wöller. Statt zwei werden diesmal fünf Camps für je 50 Schüler angeboten. Durchgeführt werden die Feriencamps in Zusammenarbeit mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. „Die Jugendlichen zu motivieren und neues Selbstvertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit zu wecken ist ein wichtiges Ziel. In den Camps holen die Pädagogen-Teams die Jugendlichen dort ab, wo sie etwas gut können und gern machen”, beschreibt Heike Kahl, Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, die Strategie. In den Camps fördern Pädagogen die Schüler in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Englisch und vermitteln ihnen neue Lernstrategien. Außerdem haben die Schüler die Möglichkeit, sich zum Beispiel in Theater- oder Musikprojekten zu betätigen. Daneben wird es vielfältige Freizeitangebote geben. Pro Camp stehen den Schülern neben den Campleitern sechs Lehrer, sechs Diplomsozialpädagogen und sechs Jugendleiter zur Seite. Im Gegensatz zu ähnlichen Projekten in Hessen und Berlin werden in Sachsen die Schüler auch nach den Februarferien durch Lehrer aus der eigenen Schule sowie Sozialpädagogen weiter begleitet. Das Projekt wird aus Landesmitteln sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Bundesagentur für Arbeit finanziert.
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Über 100 Professorenstellen seit Jahresbeginn neu besetzt
An Sachsens Hochschulen wurden seit Jahresbeginn über 100 Professuren neu besetzt. Darüber informiert heute Sachsens Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst Dr. Eva-Maria Stange. Demnach seien zum Wintersemester 2008/2009 noch 173 von insgesamt 2231 Professuren unbesetzt gewesen (Stichtag 1.10.2008). In vielen Fällen liefen jedoch bereits Berufungsverfahren. So stünden beispielsweise an der TU Chemnitz bei den derzeit 12 unbesetzten Professuren die Berufungsverfahren in zehn Fällen kurz vor dem Abschluss. Die Ursache für freie Professuren seien sehr vielschichtig. „Professorenstellen werden durch Versetzung in den Ruhestand und Hochschulwechsel frei, dies ist ein normaler Vorgang in allen Bundesländern. Für diese freien Stellen müssen in einem umfangreichen und gründlichen Verfahren Neuberufungen durchgeführt werden. Ein solches Verfahren kann aber unter Umständen drei oder vier Semester dauern, abhängig davon, wann und ob die angefragten Hochschullehrer zusagen“, so Dr. Stange. Ziel eines Berufungsverfahrens müsse es immer sein, die am besten qualifizierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für Sachsen zu gewinnen, selbst wenn dies in Einzelfällen zu zeitlichen Verzögerungen im Berufungsverfahren führen sollte. In einigen Fällen sei der Wissenschaftlerarbeitsmarkt sehr dünn, weswegen Berufungen sich verzögerten könnten. Der Lehrbetrieb werde aber innerhalb der Hochschulen durch Vertretungen oder Lehrverträge abgesichert, so die Ministerin. Mit dem neuen Hochschulgesetz, das am 1.1.2009 in Kraft tritt, werde das Verfahren beschleunigt. Professorinnen und Professoren könnten dann von der Hochschule selbst berufen werden. Um möglichst zügig freie Stellen wiederbesetzen zu können, könne der Rektor Fristen für das Verfahren setzen.
Sanierung der Justizvollzugsanstalt Görlitz feierlich abgeschlossen
Der sächsische Justizminister Geert Mackenroth und der Geschäftsführer des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, Prof. Dieter Janosch, haben sich heute gemeinsam vom Abschluss der Sanierungsarbeiten an der Justizvollzugsanstalt (JVA) in Görlitz vor Ort überzeugt. Im Rahmen einer Feierstunde übergaben sie die letzte von insgesamt neun Einzelbaumaßnahmen, den renovierten und sanierten Haftflügel C. Damit wurde ein Gesamtprojekt beendet, das 1992 seinen Anfang nahm. Unter Leitung des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) – Niederlassung Bautzen – hat der Freistaat über 13,5 Millionen Euro in den Umbau und die Sanierung der JVA Görlitz investiert. Justizminister Geert Mackenroth: „Mit der Sanierung der JVA Görlitz haben wir die Voraussetzungen für einen qualitativ hochwertigen und effektiven Justizvollzug geschaffen. Damit können wir die Gefangenen besser aus der Straffälligkeit herausführen. Erfolgreiche Resozialisierung bietet den besten Schutz vor neuen Straftaten. Jeder Cent für unsere sächsischen Justizvollzugsanstalten ist deshalb gut angelegtes Geld.“ Finanzstaatssekretär Dr. Wolfgang Voß erklärte in seinem Grußwort: „Staatliches Bauen hat viele Facetten. Eine davon ist im Sinne der Gewährleistung von Ordnung und Sicherheit auch, Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Strafgefangene ihre Strafen unter zeitgemäßen und rechtsstaatlichen Haftbedingungen verbüßen können. Dieser öffentlichen Forderung sind wir als Freistaat Sachsen erneut nachgekommen.“ Die gesamte Baumaßnahme umfasste u. a. den Neubau des Heizhauses und der Torwache, den Umbau der Küche sowie den Umbau und die Sanierung des Haftflügels C für 1,52 Millionen Euro. Der Umbau und die Sanierung des Haftflügels C stellten die Architekten und bauausführenden Firmen vor besondere Herausforderungen: So wurde bei „laufendem Dienstbetrieb“ in unmittelbarer Nähe zu privaten Bebauungen und mitten im Zentrum der Stadt gebaut. Außerdem gab es für Baufahrzeuge keine Parkmöglichkeiten, eine sehr beengte Zufahrt und begrenzte Lagerungskapazitäten. Erschwert wurde die Logistik und Materialbeschaffung auch durch das Handyverbot in der Haftanstalt. Seit 1991 hat Sachsen für Baumaßnahmen im Justizvollzug 418 Millionen Euro investiert. 72 Millionen Euro flossen zum Beispiel in die neue JVA Dresden, 30 Millionen Euro in die Sanierung der JVA Leipzig und 60,6 Millionen in den neuen Jugendstrafvollzug Regis-Breitingen. Zur Geschichte des Standortes: Die Haftanstalt wurde in den Jahren 1863 bis 1865 vom Architekten und geheimen Baurat der preußischen Oberbaudeputation Berlin, Carl Ferdinand Busse, errichtet. Busse, der gemeinsam mit seinem Schüler Karl Friedrich Schinkel den modernen Gefängnisbau in Preußen begründete, gestaltete dieses Bauvorhaben nach einem kombinierten Konzept, bei dem Stadtgefängnis und Gerichtsbau eine funktionale Einheit bildeten. Nach diesem Vorbild entstanden auch das Görlitzer Kreisgericht und das dazugehörige Stadtgefängnis.
Bundesweiter Vorlesewettbewerb geht in die 50. Runde
Der Sächsische Kultusminister Roland Wöller hat in diesem Schuljahr 2008/2009 die Schirmherrschaft über den Vorlesewettbewerb in Sachsen übernommen.