Kleinste Herz-Lungen-Maschine der Welt CARDIOHELP bringt Überlebenshilfe im Handgepäckformat

Wer einen Herzinfarkt erlitten hat, für den tickt die Uhr. Und das sind allein in Deutschland jährlich rund 280.000 Menschen. Wenn sie innerhalb einer Stunde nach dem Herzversagen professionelle Hilfe erhalten, kann ihr Leben gerettet werden. Für den entscheidenden Zeitgewinn tritt hier die kleinste Herz-Lungen-Maschine der Welt in Aktion. Im Handgepäckformat kann sie zum und mit dem Patienten transportiert werden und ermöglicht dadurch extrem schnelles Handeln. Nach der Devise: Zeit rettet Leben.

Jeden Tag sterben in Deutschland mehr als 1000 Menschen an Herz-Kreislaufversagen. Zentrale Ursache ist dabei, dass lebenswichtige Organe nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Wenn ein Gerät diese Funktion schnell genug übernimmt, können Leben gerettet werden. Dies war für die MAQUET Cardiopulmonary AG, dem führenden Hersteller von Herz-Lungen-Maschinen, die treibende Idee bei der Entwicklung eines umfassenden Lebenserhaltungssystems, welches tragbar und schnell an jedem Ort eingesetzt werden kann.

In enger Zusammenarbeit mit erfahrenen Medizinern und Kardiotechnikern wurde CARDIOHELP, die weltweit kleinste und leichteste Herz-Lungen-Maschine entwickelt. Im kompakten Format von 50 x 26 x 30 cm und mit einem Gewicht knapp unter 10 kg kann das Gerät von einer Person getragen, an Bord eines Einsatzwagens oder Hubschraubers genommen, und damit praktisch überall vor Ort gebracht werden. Das transportable System übernimmt außerhalb des Körpers die Aufgaben des menschlichen Kreislaufs und sichert damit die Sauer-stoffversorgung aller lebenswichtigen Organe. Dazu leiten Kanülen das Blut aus dem Körper, wo eine Pumpe die Transportaufgaben des schlagenden Herzens ausführt, während eine künstliche Lunge das Blut reinigt und mit Sauerstoff anreichert, bevor es zurück in den menschlichen Kreislauf geleitet wird. Diese mechanische Kreislaufversorgung macht CARDIOHELP nicht nur beim Herzinfarkt zum Lebensretter, sondern kann auch bei akutem Lungenversagen sowie der Behandlung von Vergiftungen, nicht beeinflussbaren Asthmaanfällen und beim Beinahe-Ertrinken die ausreichende Sauerstoffversorgung sicherstellen.

Bisher ist eine derartige Behandlung bei Ausfällen der körpereigenen Sauerstoffversorgung überwiegend nur in Spezialkliniken möglich. In kleineren Krankenhäusern und ländlichen Regionen dagegen steht sie Notfallpatienten nicht zur Verfügung. Hier schafft CARDIOHELP durch seine Mobilität Chancengleichheit und Abhilfe. Im Notfall kann es sowohl zum sofortigen Einsatz vor Ort gebracht werden als auch den anschließenden Transport in ein spezialisiertes medizinisches Zentrum erst ermöglichen, indem es den Patienten während der Verlegung konstant stabilisiert. Doch nicht nur im mobilen Notfall-einsatz kann CARDIOHELP Leben retten, auch auf den Intensivstationen der Krankenhäuser eröffnen sich durch die kompakte Herz-Lungen-Maschine neue Therapiemöglichkeiten, die Patienten schonen und Budgets entlasten. Für den Einsatz auf der Intensivstation qualifiziert sich das Lebenserhaltungssystem nicht zuletzt auch durch seine einfache Bedienung mit nur einem Dreh- und Drückknopf sowie über einen selbsterklärenden Touchscreen. CARDIOHELP kann nach entsprechendem Training auch vom dortigen Pflegepersonal ohne spezielle kardiotechnische Ausbildung bedient werden.

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.


Bad Behavior has blocked 430 access attempts in the last 7 days.