Die weltberühmte deutsche Choreografin Pina Bausch erhält für ihr Lebenswerk den Kyoto-Preis 2007. Dieser ist – neben dem Nobelpreis – einer der weltweit höchsten Ehrungen in Kultur und Wissenschaft. Der mit 50 Millionen Yen (rund 400.000 Euro) pro Kategorie dotierte Preis wurde 1984 von Dr. Kazuo Inamori, dem Gründer des japanischen Technologie-Konzerns Kyocera, ins Leben gerufen. Die ebenfalls durch ihn gegründete Inamori-Stiftung vergibt den Ehrenpreis alljährlich in drei Preiskategorien.
Die Auszeichnung würdigt das Lebenswerk von Einzelpersonen oder Gruppen, die sich mit herausragenden Leistungen in ihrem Bereich verdient gemacht haben. Die deutsche Choreografin Pina Bausch erhält den Preis in der Kategorie Kunst und Philosophie für ihre revolutionäre Arbeit in der Theaterkunst. Preisträger der Kategorie Grundlagenforschung ist der Geophysiker Dr. Hiroo Kanamori aus Japan. In der Kategorie Hochtechnologie zeichnet die Inamori-Stiftung den japanischen Chemiker Dr. Hiroo Inokuchi aus. Die Verleihung findet am 10. November in Kyoto statt.
Mit dem diesjährigen Kyoto-Preis werden bereits zum 23. Mal Persönlichkeiten geehrt, die sich um die Weiterentwicklung der Wissenschaften und Künste verdient gemacht haben. Unter anderem nahmen in den vergangenen Jahren bereits der deutsche Philosoph Jürgen Habermas, der japanische Modeschöpfer Issey Miyake, der österreichische Musiker und Dirigent Nikolaus Harnoncourt, die Künstler Maurice Béjart und Roy Lichtenstein sowie die Primatenforscherin Jane Goodall den Preis entgegen.
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