Kunstministerium verleiht zum dritten Mal Preis für das "Ehrenamt im Museum"

“Ohne die ausdauernde Leidenschaft der ehrenamtlichen Helfer wäre uns ein wertvoller Teil unseres kulturellen Erbes für immer verloren gegangen, wären viele Schätze niemals gehoben worden, wäre die Weiterführung einiger Museen nicht möglich. Die Vielfalt unserer Museumslandschaft verdanken wir zu einem großen Teil dem ehrenamtlichen Engagement vieler Menschen dieses Landes”, sagte Sachsens Kunstministerin, Dr. Eva-Maria Stange, heute aus Anlass der Verleihung des Preises für “verdienstvolle ehrenamtliche Arbeit zur Förderung des sächsischen Museumswesens”. Insgesamt 25 Frauen und Männer wurden mit diesem Preis für ihre Arbeit geehrt, darunter Ehrenamtliche aus Dresden, Freiberg, Rabenau, Kamenz und Torgau. “Museum und Ehrenamt, das ist eine Partnerschaft mit einer langen Tradition: Viele Sammlungen entstanden zunächst durch private Initiative Einzelner. Gleichgesinnte kamen hinzu, Vereine gründeten sich. So entstanden bürgerschaftlich getragene Sammlungen und Museen an vielen Orten Sachsens. Heute gibt es in Sachsen etwa 470 Museen, so viele wie noch nie in der Geschichte des Freistaates. Diese leben vom oft jahrelangen Einsatz von Menschen, der Garant ist für die Vielfalt unserer Museen und daher unbezahlbar”, sagte die Ministerin zur Preisverleihung. Ehrenamtliche Mitarbeiter seien das Rückrat der Museumslandschaft in Sachsen. Der Preis für das Ehrenamt im Museum wurde in diesem Jahr bereits zum dritten Mal verliehen. Aus dem Raum Chemnitz wurden geehrt: Werner Bannasch: Er gehört seit 1992 zum Freundeskreis des Museums und der Kunstsammlungen Schloss Hinterglauchau. Geschätzt werden seine zuverlässige Einsatzbereitschaft und seine unentgeltliche Unterstützung bei Verpackungs- und Transportarbeiten von Kulturgut. Dr. Rainer Gebhardt: Er ist Vorsitzender des Adam-Ries-Bundes e. V. seit dessen Gründung 1991. Für die Einrichtung der neuen Dauerausstellung des Adam-Ries-Museums Annaberg hatte er die wissenschaftliche Leitung. Dr. Gebhardt ist in die zahlreichen wissenschaftlichen Aktivitäten des Vereins intensiv eingebunden und organisiert international beachtete Tagungen zur Rechenkunst. Gotthard Brettschneider und Klaus Beyer: Sie engagieren sich für das Museum Uranbergbau Bad Schlema. Seit 8 Jahren erscheint unter ihrer Leitung die Schriftenreihe der Traditionsstätte. In den bisher erschienenen Heften wird zur Entwicklung der Wismut berichtet, durch ihre fachliche Kompetenz und uneigennützige Arbeit ist die Herausgabe der Publikation für das Museum erst möglich. Gerd Seifert: Er ist seit 15 Jahren ehrenamtlich im Städtischen Museum Zwickau tätig, durch ihn konnten historische Modelle des Bestandes repariert und die Funktionstüchtigkeit vieler wertvoller Stücke wieder hergestellt werden. Für die traditionelle Weihnachtsausstellung sorgt er mit meisterlichem Geschick für die Mechanik der Modelle.

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