Sächsischer Staatspreis für Baukultur 2008 verliehen

Der Sächsische Staatspreis für Baukultur 2008 wurde am 19.11.2008 im Rahmen der Eröffnung der Messe „denkmal 2008“ an den Wettbewerbsbeitrag „Vom `Tal des Todes` zum Kurbad“ verliehen. Eindrucksvoll wird die Entwicklung der vom Uranbergbau geprägten Gemeinde Schlema hin zu einem Kurort dargestellt. In den letzten 17 Jahren hat sich die Gemeinde Schlema stark verändert. Der Wandel vom Bergbauort zum Kurort ist herausragend gelungen. Durch das gemeinsame Wirken des Sanierungsträgers, dem Bundesunternehmen Wismut GmbH, und der Gemeinde Schlema konnten viele Projekte kurortbezogen saniert und umgesetzt werden. Am 29. Oktober 2004 wurde Schlema der Titel „Staatlich anerkanntes Radonheilbad“ verliehen und damit die höchste Prädikatisierungsform im deutschen Heilbäderwesen. Heute ist Bad Schlema eines der jüngsten und zugleich modernsten Radonheilbäder im deutschsprachigen Raum mit einem sehr bewegten und einzigartigen Entwicklungsweg. Die Wettbewerbsbeiträge „Lausitzer Findlingspark Nochten“, „Umsetzung und denkmalgerechte Sanierung der Emmaus-Kirche“ und „Umnutzung des alten Fördermaschinenhauses der Schachtanlage `Reiche Zeche` Freiberg zu einem touristischen Besichtigungsschwerpunkt in Freiberg“ werden mit einer „besonderen Erwähnung“ ausgezeichnet. Die drei Wettbewerbsbeiträge sind ganz unterschiedlicher Art und dokumentieren die Vielfalt gelungener Bau-, Sanierungs- und Wiedernutzbarmachungsprojekte im Bereich Berg-Bau-Kultur. Das Thema des diesjährigen Sächsischen Staatspreises für Baukultur wurde gemeinsam durch das Sächsische Staatsministerium des Innern und das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit vorgeschlagen und lautete „Berg – Bau – Kultur, Zukunft aus Tradition“. Auf die Ausschreibung zum Sächsischen Staatspreis für Baukultur 2008 konnten Beiträge eingereicht werden, deren Fertigstellung des Bau- oder Sanierungsobjektes bzw. der Beginn der Wiedernutzbarmachung der Tagesanlagen und Tagebaue nicht vor dem 01.01.1980 lagen und deren Nutzung zum Zeitpunkt der Bewerbung zumindest in Teilen erfolgt sein musste. Der Sächsische Staatspreis für Baukultur wird seit 2003 verliehen. Ziel der Preisverleihung ist es, durch staatliche Anerkennung besonders gelungene Vorhaben auszuzeichnen, alle am Baugeschehen Beteiligten, also Bauherr, Planer und Bauunternehmen, zur Nachahmung zu motivieren und damit die sächsische Planungs- und Baukultur insgesamt zu fördern und die Öffentlichkeit für Fragen der Baukultur zu sensibilisieren. Der Sächsische Staatspreis für Baukultur muss dabei dem umfassenden baukulturellen Ansatz gerecht werden. Baukultur umfasst Ingenieurbauleistungen, Stadt- und Regionalplanung, Landschaftsarchitektur sowie Kunst im öffentlichen Raum gleichermaßen. Der Begriff Baukultur bezieht sich nicht nur auf Gebäude, sondern auf die gesamte gebaute Umwelt.

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Dr. Wahl-Preis 2008 an LAGZ Sachsen und Sozialministerium

Im Rahmen der Jahresfortbildung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege e.V. (DAJ) wurden in Erfurt die diesjährigen Preise des bundesweiten Wettbewerbs “Nuckelflaschenkaries ade” verliehen. Die Landesarbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege des Freistaates Sachsen e.V. (LAGZ) wurde zusammen mit dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales und dem Deutschen Institut für Gesundheitsforschung (DIG) für ihre Kampagne „Gegen Nuckelflaschenkaries“ ausgezeichnet. Im Rahmen des sächsischen Gesundheitszieles „Gesund aufwachsen“ hat die Arbeitsgruppe eine praxisbezogene Kampagne unter Einbeziehung und Vernetzung ärztlicher/zahnärztlicher und heilberuflicher Akteure entwickelt und evaluiert, die aus mehreren ineinander greifenden Komponenten besteht. Begonnen hatte die Aktion im Jahr 2007 mit einer Plakataktion „Zuckerfrei! Gegen Nuckelflaschenkaries“ und einen darauf abgestimmten Kinospot, der über 4 Wochen in allen sächsischen Kinos lief. Darüber hinaus wurde ein leuchtend roter Aufkleber mit der Aufforderung „Bitte denken Sie an Ihren Zahnarztbesuch!“ entwickelt, der nun durch die Unterstützung und Kooperation der sächsischen Hebammen und Gynäkologen in jedem neu ausgeteilten Mutterpass klebt. Durch die frühe Sensibilisierung der Mütter für die Mundgesundheit ihres Kindes kann hoffentlich manchem Kind die Erfahrung der (Nuckelflaschen-)Karies erspart werden. Der von der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege vergebene Dr. Wahl-Preis wird seit 1972 in etwa dreijährigem Abstand in Erinnerung an den ersten Vorsitzenden der DAJ, Dr. Gotthold Wahl und in Würdigung seiner Verdienste um die Jugendzahnpflege vergeben. Die frühkindliche Karies und vor allem ihre Sonderform, die Nuckelflaschenkaries, befindet sich bundesweit auf dem Vormarsch. Ursache sind exzessives Trinken und Dauernuckeln von meist zucker- und fruchtsäurehaltigen Getränken oder breiigen Nahrungsmitteln aus Saugerflaschen und Trinkhilfen. Das Team um die LAGZ Sachsen e.V. teilt sich den mit 2.000 Euro dotierten Preis mit der Arbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege im Landkreis Celle, die für ihre besonderen Leistungen in dieser Zielgruppe im Rahmen der Gruppenprophylaxe ausgezeichnet wurde.

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Jurk fordert Bahn für Bürger statt für Aktionäre

Sachsens Verkehrsminister Thomas Jurk hat sich mit Vehemenz gegen Pläne der Deutschen Bahn AG gewandt, den Eisenbahnfernverkehr zwischen Leipzig und Dresden mit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2008 auf einen Zweistundentakt zu reduzieren. Gleichzeitig forderte Jurk eine grundsätzliche Neuausrichtung der Geschäftspolitik des Unternehmens. Jurk hatte am Dienstag den Konzernbevollmächtigten der Bahn für Mitteldeutschland ins Ministerium einbestellt. Jurk: „Ich fordere von der DB AG, die aufgrund der aufgetretenen Sicherheitsprobleme geplanten Einschnitte im ICE-Verkehr zwischen Leipzig und Dresden vollständig zurückzunehmen.“ Darüber hinaus solle die Bahn, so Jurk, durch kulante Preisangebote bis zum Wiedereinstieg in den ICE-Komfort dafür sorgen, dass die Kunden dem Verkehrsmittel Eisenbahn die Treue halten. „Es kann nicht sein, dass die Bahn der wichtigsten innersächsischen Verbindung dauerhaften Schaden zufügt.“ Der sächsische Verkehrsminister forderte in diesem Zusammenhang einen grundsätzlichen Wechsel in der Ausrichtung des Unternehmens: „Wir brauchen keine Eisenbahn, die einerseits auf Hochglanzbroschüren potenziellen Aktionären immer höhere Gewinne ausweist und andererseits Verkehrsleistungen reduziert, treue Kunden verprellt und dringend notwendige Infrastrukturmaßnahmen behindert.“ Nach Jurks Meinung steht die derzeitige Geschäftspolitik der DB AG im krassen Gegensatz zu den grundsätzlich guten Rahmenbedingungen für das Transportmittel Eisenbahn. Jurk: „Mit attraktiven Angeboten zu fairen Preisen könnte man angesichts der hohen Kraftstoffpreise viele Menschen zum Umsteigen vom Auto auf die Bahn motivieren. Leider ist die DB AG dabei, durch kurzsichtiges Denken und Handeln eine vielleicht einmalige Chance zu verspielen.“
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Sächsische Polizei verstärkt Maßnahmen zur Bekämpfung der Eigentumskriminalität an der Grenze

Trotz einer insgesamt positiven Entwicklung ist in mehreren Grenzgemeinden, vor allem im ehemaligen Landkreis Löbau-Zittau, ein Anstieg der Eigentumskriminalität, insbesondere bei Kfz-Diebstählen, zu verzeichnen. Um dieses Phänomen nachhaltig in den Griff zu bekommen, sagte Landespolizeipräsident Merbitz durchgreifende polizeiliche Maßnahmen zu, die noch in dieser Woche beginnen. Landespolizeipräsident Bernd Merbitz: „Wir werden – eingebettet in ein gesamtheitliches Konzept – zusätzliche Kräfte der Bereitschaftspolizei, zivile Einsatzbeamte sowie Spezialkräfte der Reiter-, Polizeihubschrauber- und Diensthundestaffel vor Ort einsetzen, um Straftätern das Handwerk zu legen. Außerdem werden wir die Anzahl der Angehörigen der Sächsischen Sicherheitswacht nochmals erhöhen. Mit diesem Maßnahmenpaket wollen wir das Sicherheitsnetz an der Grenze auch unter Einbeziehung unserer Partner bei der Bundespolizei noch enger ziehen.“ Im Sächsischen Staatsministerium des Innern fand zu diesem Thema eine Besprechung mit den Bürgermeistern der grenznahen Gemeinden des ehemaligen Landkreises Löbau-Zittau statt. An dieser Besprechung zur Entwicklung der Kriminalität im Grenzgebiet seit Wegfall der stationären Grenzkontrollen nahmen auch Vertreter der Bundes- und Landespolizei teil. Landespolizeipräsident Merbitz: „Wir nehmen die Sorgen und Ängste der Bürgerinnen und Bürgern in der gesamten Grenzregion ernst und werden alle Maßnahmen ergreifen, um die Eigentumsrechte der Bürger bestmöglich zu gewährleisten.“
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Sachsens Deponien sind sicher

Alle abgeschlossenen und noch aktiven Abfalldeponien im Freistaat entsprechen den aktuellen Sicherheitsstandards. „Die Kontroll- und Überwachungsmechanismen auf Sachsens Deponien funktionieren sehr zuverlässig. Wir werden aber den Ausbau EDV-technischer Systeme zur ständigen Erfassung und Auswertung der Daten vor Ort weiter fördern. Behördliche Kontrollen wird es noch zusätzlich geben“, erklärte Umweltminister Frank Kupfer. Als Ergebnis des sächsischen Deponieabschlussprogramms sind von den rund 800 Ende der achtziger Jahre existierenden Deponien heute nur noch sechs in Betrieb. Zwei Deponien sind der Klasse I (für mineralische Abfälle) und drei Standorte der Klasse II mit höheren Umweltschutzmaßnahmen zuzuordnen. Das für die Ablagerung genehmigte Deponievolumen beträgt in diesen beiden Kategorien rund sechs Millionen Kubikmeter. Sachsens einzige Deponie der Klasse III (Gefährliche Abfälle) befindet sich in Wetro (Lkrs. Bautzen). Hier beträgt das verfügbare Restvolumen etwa 550.000 Kubikmeter. Verantwortliche Entsorgungsträger sind im Freistaat die Landkreise, kreisfreien Städte und Abfallverbände. Derzeit gibt es in Sachsen 19 öffentlichrechtliche Entsorgungsträger, davon sechs überregionale Abfallverbände. Nach der Abfallablagerungsverordnung von 2005 dürfen Restabfälle nur noch vorbehandelt abgelagert werden. Die fünf Behandlungsanlagen befinden sich in Lauta (Lkrs. Bautzen), Dresden, Cröbern bei Leipzig, Chemnitz und in Oelsnitz/Vogtland. Dort wird der Abfall thermisch, mechanisch-biologisch oder mechanisch-physikalisch aufgearbeitet. Die Abfallmenge aus Sachsens Privathaushalten ging im vergangenen Jahr um rund zwei Prozent auf 1,41 Millionen Tonnen zurück. Im Landesdurchschnitt hat jeder Einwohner 2007 rund 129 Kilogramm Restabfälle entsorgt. Aus rund 15 Prozent der Abfälle aus Privathaushalten wurde Energie gewonnen. Außerdem wurden 2007 je Einwohner 177 Kilogramm Wertstoffe sowie Bio- und Grünabfälle je Einwohner getrennt gesammelt. Insgesamt waren das 250.900 Tonnen Papier, 110.100 Tonnen Glas, 148.400 Tonnen Leichtverpackungen sowie 217.400 Tonnen Bio- und Grünabfälle. Hinweis an die Redaktionen Die vollständige sächsische Abfallbilanz 2007 mit allen Zahlen und Fakten, aufgeschlüsselt nach Landkreisen ist im Internet abrufbar unter www.abfall.sachsen.de.

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Kultusminister Roland Wöller übergibt 1. Sächsischen Landespreis für Heimatforschung

Heimat ist nichts Museales – Heimat lebt von der Beschäftigung mit Menschen und ihrer Kultur, mit Natur und Landschaft, mit Vergangenheit und Gegenwart. Im Sommer wurde – zum ersten Mal in Sachsen – ein Landespreis für Heimatforschung ausgeschrieben. Das Interesse war groß, mehr als 150 ehrenamtlich Tätige haben sich um den Preis beworben. Wir möchten Sie gern über das Anliegen des Preises und die Preisträger informieren. Sie sind deshalb herzlich eingeladen zur Pressekonferenz mit Kultusminister Roland Wöller am Freitag, den 21. November, um 15.30 Uhr im Dresdner Stadtmuseum, Wilsdruffer Str. 2, 01067 Dresden (Eingang: Friesengasse/Ecke Landhausstraße, Beratungsraum, II. Etage,) Wir erwarten Sie am Eingang. Zu der 16 Uhr beginnenden Auszeichnungsveranstaltung im Festsaal sind Sie ebenfalls herzlich willkommen. Mit freundlichen Grüßen Irina Düvel, Pressesprecherin

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Vom Melitta Kaffeefilter, über bruno banani Werbung bis zur chinesischen Drachenrobe

Mit einem Besuch im Sächsischen Industriemuseum Chemnitz und bei der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen beginnt Sachsens Kunstministerin Frau Dr. Eva-Maria Stange am kommenden Freitag eine Informationsreise durch Sachsens Museen.

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Freistaat und Wirtschaft setzen Umweltallianz fort

Die Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Frank Kupfer, und Wirtschaft und Arbeit, Thomas Jurk, sowie der Präsident der Industrie- und Handelskammer Dresden und stellvertre-tende Beiratsvorsitzende der Umweltallianz, Hartmut Paul, haben heute über die Fortsetzung der Sächsischen Umweltallianz für weitere fünf Jahre informiert. Die freiwillige vertragliche Vereinbarung zwischen Freistaat und Wirtschaft wird am kommenden Donnerstag (6. November 2008) auf einer Festveranstaltung in Leipzig zum dritten Mal unterzeichnet. Vertragspartner sind der Freistaat Sachsen sowie die sächsischen Industrie- und Handelskammern, die sächsischen Handwerkskammern und die Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft e. V. Die Teilnehmer der Umweltallianz leisten einen freiwilligen Beitrag für den Umweltschutz, der über die gesetzlichen Anforderungen hinausgeht. Im Gegenzug honoriert die Sächsische Staatsregierung dieses Engagement mit verschiedenen Vorteilen und spezifischen Verwaltungsvereinfachungen. So erhalten Unternehmen, die über eine EMAS-Registrierung (Umweltmanagementsystem nach EU-EMAS-Verordnung) verfügen, bei Zulassung und Überwachung von Anlagen im Abfall-, Immissionsschutz- und Wasserbereich eine Gebührenermäßigung von 30 Prozent. Das ist im Bundesvergleich die weitestgehende Erleichterung. Umweltminister Frank Kupfer wies auf das wachsende Interesse der Wirtschaft am Umweltschutz hin: „Der Erfolg dieser nun bereits seit zehn Jahren bestehenden Partnerschaft beweist, dass Umweltschutz zwar eine Herausforderung ist, richtig angepackt aber auch eine große Chance. Das gilt nicht nur für das einzelne Unternehmen, sondern auch für ganze Wirtschaftszweige“. In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Zahl der Teilnehmer verdreifacht. Bisher sind fast 550 Unternehmen aller Größenklassen und Branchen der Umweltallianz beigetreten. Die freiiwilligen Leistungen der Unternehmen umfassen die gesamte Palette betrieblicher Umweltmaßnahmen, wobei Energieeinsparung und CO2-Kompensation die neuen Schwerpunktthemen sind. Als ein wesentliches Projekt für die Verbesserung der Energieeffizienz in kleinen und mittel-ständischen Unternehmen hat Sachsen den Sächsischen Gewerbeenergiepass initiiert. „Viele Maßnahmen für mehr Energieeffizienz in den Unternehmen sind wirtschaftlich und rechnen sich bereits nach kurzer Zeit“, so Wirtschafts- und Arbeitsminister Thomas Jurk. „Angesichts stei-gender Energiepreise wird der effiziente Umgang mit Energie mehr und mehr zu einem Wettbewerbsfaktor. Wir bieten deshalb der sächsischen Wirtschaft unsere Unterstützung an, um Energie effizienter und sparsamer als bisher zu nutzen.“ Der Sächsische Gewerbeenergiepass ist ein bundesweit innovatives Instrument für die Energieberatung in Industrie und Gewerbe. Sachsen wird sich auch weiterhin für wirtschaftsfördernde und den Belangen des Umweltschutzes gleichermaßen dienende politische Rahmenbedingungen einsetzen. „Unzählige Vorschriften und Normen nehmen unseren Unternehmen die Luft zum atmen. EU-Vorschriften dürfen wir deshalb in Deutschland nur eins zu eins umsetzen. Schärfere Regelungen führen zu Wettbewerbsnachteilen für unsere Unternehmen“, sagte Minister Kupfer. Die Umweltallianz sei Beleg dafür, dass sich die Wirtschaft freiwillig stärker für die Umwelt engagiere, als dies gesetzlich gefordert sei. Die Umweltallianz Sachsen wurde 1998 ins Leben gerufen. Sachsen war nach Bayern das zweite Bundesland, das eine solche Vereinbarung mit der Wirtschaft schloss. Mittlerweile gibt es solche Umweltpakts, die sich auch am sächsischen Beispiel orientieren, in elf weiteren Bundesländern. Die Unterzeichnung der Umweltallianz Sachsen Umwelt und Wirtschaft findet am Donnerstag (6. November 2008) im Rahmen der 6. Sächsischen Umweltmanagementkonferenz für Wirtschaft, Landwirtschaft und Verwaltung im Leipziger Kubus, Konferenz- und Bildungszentrum des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung GmbH (UFZ), Permoser Str. 15, 04318 Leipzig statt. Zu dieser Veranstaltung sind noch Anmeldungen möglich. Weitere Informationen unter: www.umweltallianz.sachsen.de

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“Roll-Out” für Aerospace Initiative Saxony

“Roll-Out” für Aerospace Initiative Saxony Sachsen startet Verbundinitiative für Luft- und Raumfahrtindustrie Sachsen hat gute Chancen, in der Luft- und Raumfahrtindustrie in die Spitzenliga aufzusteigen. „Im Bereich der innovativen Werkstoffe und der damit verbundenen Fertigungs- und Prüftechnologie sind unsere Unternehmen und Forschungseinrichtungen auf Weltniveau“, so Wirtschafts- und Arbeitsminister Thomas Jurk (SPD). „Auch in anderen für den Flugzeugbau wichtigen Bereichen haben sächsische Unternehmen Kernkompetenzen. Die Verbundinitiative ‚Aerospace Initiative Saxony’ (ASIS) bündelt diese Kompetenzen und gibt der Branche zusätzlichen Schub.“ Nach dem Start im April 2008 wird das ASIS-Management zum Regionaltag der Sächsischen Luft- und Raumfahrt morgen (04.11.2008) in Dresden seine Konzeption einer breiten Öffentlichkeit vorstellen. Die Luftverkehrsbranche zählt zu den dynamischsten Wirtschaftszweigen überhaupt. Prognosen gehen von einer anhaltend positiven Entwicklung des Verkehrs- und Frachtflugzeugbaus aus – trotz Finanzkrise, steigenden Kerosinpreisen und Klimawandel. „Das heißt, in dieser Branche entstehen zukunftsfähige und gut bezahlten Arbeitsplätze. Davon will Sachsen profitieren“, so Minister Jurk. Die überwiegend kleinen und mittleren Unternehmen der Branche in Sachsen haben aber nur eine Chance, wenn sie kooperieren. Für Jurk heißt das Stichwort „Copetition – soviel Kooperation wie erforderlich, gepaart mit gesunder Konkurrenz, die die Wirtschaft bekanntlich beflügelt. Deshalb haben wir uns entschlossen, die noch ungenügende Vernetzung der Unternehmen durch ein staatlich finanziertes, neutrales Netzwerkmanagement voranzutreiben. Die Anregung dazu kam übrigens von der Basis, aus der Wirtschaft.“ „Wir engagieren uns für einen Industriezweig, der enormes Potenzial hat. Gemeinsam unterstützen wir innovative Technologien und Produkte, sorgen für mehr Wachstum und damit perspektivisch auch für neue Arbeitsplätze in Sachsen“, sagte Dr. Andreas Sperl, Geschäftsführer der EADS Elbe Flugzeugwerke GmbH und Vorsitzender des Beirats von ASIS. Die Sächsische Staatsregierung fördert die Verbundinitiative ASIS von 2008 bis 2010 mit 750.000,00 EUR. Als Projektträger wurde nach europaweiter öffentlicher Ausschreibung eine Bietergemeinschaft beauftragt aus der GWT–TUD mbH, einem führenden Forschungsdienstleister in Deutschland, und dem Kompetenzzentrum Luft- und Raumfahrttechnik Sachsen/Thüringen, dem Branchenverein und Interessenvertreter der Unternehmen und Einrichtungen der regionalen Luft- und Raumfahrtindustrie. Diese Projektträger vereinen Branchenkenntnis und Professionalität in Sachen Technologietransfer und Projektarbeit. Managing Director ist Herr Michael Muth, Dipl.Ing. für Fluggeräteausrüstung, ein international exzellent vernetzter Praktiker, der in der sächsischen Luftfahrtindustrie verwurzelt ist. Hintergrund: Die sächsischen Verbundinitiativen AMZ (Automobilzulieferer Sachsen, seit 1999), VEMAS (Maschinen- und Anlagenbau, seit 2003), Technische Textilien und BTS (Bahntechnische Industrie; beide seit 2006) sowie Industrielles Netzwerk Erneuerbare Energien (EESA, seit 2008) haben in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich gearbeitet. Auch dadurch lag beispielsweise das jahres¬durch¬schnitt¬liche Umsatzwachstum der sächsi¬schen Automobil¬industrie zwischen 2000 und 2007 um 7,5% über dem gesamtdeutschen. Der Maschinenbau im Freistaat wuchs im gleichen Zeitraum ebenfalls um 2,9% stärker als der Bundesdurchschnitt. Entsprechend stieg auch die Anzahl der Beschäftigten. Bis 2008 hat die Staatsregierung insgesamt 10,3 Mio. Euro für das strategische Management der Verbundinitiativen zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen ASIS: www.aerospace-saxony.de

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Langjährigen Geschäftsführer der Porzellan-Manufaktur Meissen in den Ruhestand verabschiedet

Der Geschäftsführer der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen GmbH, Dr. Hannes Walter, ist heute im Kreise von Gremiumsmitgliedern, Mitarbeitern und Geschäftspartnern der Manufaktur sowie Vertretern der Staatsregierung in den Ruhestand verabschiedet worden. Nach dem Abitur und einer Lehre zum Betonbauer nahm Dr. Walter 1963 an der Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar sein Studium in der Fachrichtung Silikattechnik auf, das er 1968 erfolgreich abschloss. Anschließend promovierte er auf dem Grenzgebiet von Glas und Keramik, bevor er 1974 seine Tätigkeit in der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen als Forschungs- und Laborleiter begann. 1983 wurde er Vertriebs- und später Generaldirektor der Manufaktur. Seit 1990 leitete er das Unternehmen als Geschäftsführer. In dieser Zeit zeigte sich Dr. Walter insbesondere für den kontinuierlichen Ausbau der Exportmärkte der Porzellan-Manufaktur verantwortlich. Mit großem Einsatz organisierte er vor allem den Aufbau der Geschäftsbeziehungen zu Japan, dem heute wichtigsten Exportmarkt der Manufaktur. Nachfolger von Herrn Dr. Walter ist Dr. Christian Kurtzke, der bereits seit 26. September 2008 seine Tätigkeit für die Manufaktur aufgenommen hat.

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